Gemeinde Löhnberg

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Grußwort des Bürgermeisters

Herzlich Willkommen in Selters

Als Bürgermeister von Löhnberg begrüße ich Sie ganz herzlich zur 700 Jahr Feier und freue mich sehr über Ihr Interesse an dem Ortsteil Selters.

Das wichtigste für jedes Dorf sind Ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger, denn ein Dorf wächst nicht von selbst, sondern durch den Fleiß, das Engagement und die Initiative ihrer Bürger.

Der eigentliche Anlass, die Jubiläumsfeierlichkeiten für das Jahr 2017 zu legen, ist die ausgestellte Urkunde vom 6. Dezember 1317 mit dem Siegel des Grafen Walram von Nassau (geb. vor 1294, gest. nach 1324) hier wird die amtlich anerkannte Ersterwähnung von Selters besiegelt.

Aqua Saltare, so nannten schon die alten Römer die Stellen, an denen sprudelndes „tanzendes“ Wasser aus der Tiefe an die Oberfläche drang. Aus diesem Saltare wurde im Laufe der Zeit Selters.

Der Grund für diese späte Erwähnung liegt in der Namensgleichheit mit Selters/Westerwald und Selters/Taunus.

Nachdem im Sommer 1382 in Selters eine Kapelle erbaut wurde, die zur Pfarrkirche zu Weilburg gehört und wahrscheinlich 150 Jahre später einer Feuersbrunst zum Opfer gefallen ist, bekommt Selters 1614 mit Drommershausen eine lang ersehnte eigene Pfarrei mit eigenem Pfarrer: Johann Bosen.

1630 gehörten 27 Haushalten zu Selters, 76 Jahre später verbrannte der größte Teil des Dorfes. 1732 ließ Pfarrer Gottfried von Haybach erneut eine evangelische Kirche (ein kleines Schmuckstück) mit Pfarrhaus errichten.

1880 schaffte Selters eine gebrauchte Orgel an und ließ sie herrichten. Selters hatte zu dieser Zeit 235 Einwohner. 1824 zählte Selters noch 136 Einwohner und die erste Schule wurde 1863 in der Dorfmitte errichtet, 43 Jahre später eine neue Schule am Dorfrand, die bis 1973 ihrer Bestimmung diente und heute ein Teil des Dorfgemeinschaftshauses ist, es steht allen Bürgern für Familienfeiern, sowie Vereinen für gemeinnützige und kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Es bietet Sitzplätze für 120 Personen eine Theke und eine komplett ausgestattete Küche.

Aber was wäre jedoch ein geschichtlicher Abriss von Selters, ohne auf das einzugehen, was den Namen weltweit bekannt gemacht hat: das Selterswasser

Wenn auch schon seit einiger Zeit hier kohlensäurehaltiges Wasser sprudelt und der Name Selters davon abgeleitet wird (von Saltrissa über Saltrese, Seltersse bis Selters) so erfolgte erst ab 1887 die wirtschaftliche Nutzung der Quellen. Im Siedlungsgebiet Selters liegen mehrere Mineralquellen u.a. Selters und Neuselters. 1917 wurde der Grubensteg nach Löhnberg eingeweiht, eine stählende Kettenbrücke, vorher fuhren Fähren an einem über die Lahn gespannten Seil über den Fluss.

1974 bekam die Kirche ein Läutewerk, und im gleichen Jahr schloss sich Selters der Gemeinde Löhnberg an. Selters hatte damals 342 Einwohner. An dieser Zahl hat sich bis heute kaum etwas geändert.

Dies war nur eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit, um ihnen einen Einblick in die bewegte Geschichte von Selters, in der Freud und Leid oft eng beieinander waren, etwas näher zu bringen.

Die Menschen in Selters sind herzlich, gesellig und hilfsbereit und halten zusammen. Aus diesem Grund freuen sich die Bürger und Bürgerinnen von Selters auf ihr Jubiläum und stellen anlässlich des 700-jährigen Bestehens ihres Ortes ein tolles Programm auf die Beine.

Mein Dank gilt schon jetzt allen, die tatkräftig mithelfen, die Jubiläumsfeier zu organisieren und durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Frank Schmidt
Bürgermeister der Gemeinde Löhnberg