Jagdgenossenschaft Selters

Jagdgenossenschaften sind in Deutschland Körperschaften des öffentlichen Rechts. Sie entstehen kraft Gesetzes, ohne dass es eines Beschlusses oder eines anderen Aktes bedarf.

Mitglieder einer Jagdgenossenschaft, sogenannte Jagdgenossen, sind die Eigentümer der Flächen einer Gemeinde, die zu einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehören. Zu einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehören alle Grundflächen einer Gemeinde, die nicht zu einem Eigenjagdbezirk gehören und im Zusammenhang eine bestimmte, vom Landesrecht abhängige Mindestfläche ... umfassen. Bejagbare Flächen sind im Jagdkataster verzeichnet. (Quelle Wikipedia)

Im Jagdkataster der Jagdgenossenschaft Selters sind 160 Grundstückseigentümer mit einer Gesamtfläche von rund 463 ha eingetragen. Diese befinden sich zu 41 % in „reinem“ Privatbesitz. Der überwiegende Teil von 59% verteilt sich auf Bund, Land, Kreis, Gemeinde sowie Firmen, Institutionen und Vereine. Bedingt durch einen recht großen Waldanteil sind die Gemeinde Löhnberg und das Land Hessen die beiden Jagdgenossen mit der größten Einzelfläche. Der Staatsforst des Landes Hessen wird von Hessen Forst vertreten.

Von der Jagdgenossenschaft wurden neben der Unterhaltung der Feldwege in der Gemarkung in den letzten Jahren auch verschiedene Einzelprojekte finanziert. Hierzu gehörte unter anderen auch das Aufstellen von 2 Ruhebänken. (Siehe Foto)

Die bejagbare Gesamtfläche des Jagdbezirks Selters unterteilt sich in:

226 ha Feld und Wiesenfläche (49 %)

197 ha Waldfläche (42,5 %)

17 ha Wasserfläche (3,7 %)

22 ha Sonstige Flächen (4,8 %)

Der Wald besteht hauptsächlich aus Buchen oder Buchenmischwaldbeständen die von Eichen durchsetzt sind. Nadelholzarten wie Fichte, Douglasie, Kiefer und Lärche in teilweise zusammenhängenden Schlägen ergänzen die Vielfalt. Auch gibt es gelegentlich Zwischenpflanzungen kleinerer Kulturen heimischer Laubholzarten.

In der Feldflur werden hauptsächlich heimische Getreidearten, Mais sowie vereinzelt auch Raps an gebaut. Der angebaute Mais wird wie vielerorts üblich unter Anderem zur Biogaserzeugung genutzt. Gleiches gilt für die auf den Mähwiesen geerntete Grassilage. Weiter werden die Grünlandflächen für die Heugewinnung oder als Weideland genutzt.

Die bejagbare Wasserfläche im Revier bildet fast ausschließlich die Lahn. Da diese als Bundeswasserstraße ausgewiesen ist, befindet sie sich im Besitz des Bundes.

Als Hauptwildartenim Jagdbezirk Selters gelten Rehwild und Schwarzwild. Weiteres jagdbares Wild sind Fuchs, Dachs, Hase und Stockenten.


Burkhard Gath, Jagdvorsteher

Ruhebank mit Blick auf das Feld bei Selters Ruhebank mit Blick auf das Feld bei Selters
Nistkästen und Futterhäuschen Nistkästen und Futterhäuschen in der Gemarkung
Wegebau Variante 1 Wegebau Variante 1
Wegebau Variante 2 Wegebau Variante 2
Wegebau Variante 3 Wegebau Variante 3