Selters will 700 Jahre feiern

Artikel im Weilburger Tageblatt vom 25. November 2014

Von Dorothee Henche

 

 

Arbeitsgruppe „Chronik“ startet im Januar

Jubiläum Festausschuss plant für 2017 Feier „700 Jahre Selters an der Lahn“

Löhnberg-Selters (hen). Mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft „700 Jahre Selters an der Lahn“ ist der Löhnberger Ortsteil dem Jubiläum im Jahr 2017 einen Schritt näher gekommen. Beim Informationsabend im Dorfgemeinschaftshaus Selters stellte der Festausschuss seine bisherige Arbeit und die geplanten Arbeitsgruppen vor und warb für eine Mitarbeit beim Dorfjubiläum.

Nachdem in einer Bürgerversammlung vor den Sommerferien der Entschluss gefasst worden war, die urkundliche Ersterwähnung von Selters, die vom 6. Dezember 1317 datiert, mit einem Fest zu würdigen, hatte sich in den vergangenen Wochen mit der Arbeitsgemeinschaft „700 Jahre Selters an der Lahn“ eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet, der sämtliche Ortsvereine angehören. Dazu zählen die Freiwillige Feuerwehr, der Tischtennis Club „Rot Weiß“, die Kyffhäuser Kameradschaft, die Wandervögel, die Evangelische Kirchengemeinde und die Jagdgenossenschaft Selters sowie die Gemeinde Löhnberg. Diese Arbeitsgemeinschaft hat bereits einen Festausschuss gewählt, dem Norbert Gelbert als Vorsitzender, Bürgermeister Frank Schmidt (SPD) als stellvertretender Vorsitzender sowie Burkhard Gath, Adolf Jung, Gerhard Kuhlmann und Reiner Achtner angehören. Der Vorsitzende informierte die Besucher der Infoveranstaltung über die bisherige Arbeit des Festausschusses. Mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft, der alle Selterser Vereine und Körperschaften des öffentlichen Rechts angehören, sei die rechtliche Grundlage geschaffen worden, erklärte Gelbert. Die Gesellschafter hätten sich bereits auf ein Logo verständigt, das neben den markanten Gebäuden des Dorfes auch das für Selters bedeutungsvolle Element Wasser zeige. Es symbolisiere nicht nur die Lahn, sondern auch das Sprudelwasser, erläuterte Gelbert. Auch hinsichtlich der Arbeitsgruppen hat der Festausschuss schon erste Überlegungen angestellt. Die Arbeitsgruppe Chronik-Festbuch-Fotodokumentation sei wahrscheinlich diejenige, die aufgrund der benötigten Vorlaufzeit als erstes ihre Arbeit aufnehmen müsse, sagte Gelbert. Weitere Arbeitsgruppen könnten für die Bereiche „Werbung, Internet, Marketing“ und „Organisation Festveranstaltungen“ gebildet werden. Geplant ist keine zentrale Feier, stattdessen soll es mehrere, über das Jahr verteilte Veranstaltungen geben. Bestehende Feste wie die Feiern am 1. Mai oder das Dorffest sollen in das Jubiläum integriert werden, erklärte Gelbert und gab einen Überblick über die Themensammlung, für die bereits zahlreiche Vorschläge eingegangen sind. Viele davon stehen im Zusammenhang mit dem Element Wasser und reichen von Lahn in Flammen über Drachenbootrennen bis hin zu Fährmann hol über. Alte Traditionen sollen im Festjahr ebenfalls eine Rolle spielen. Die Ideen umfassen unter anderem ein Dickwurzfest, eine Kartoffelernte, ein Apfelweinfest inklusive Apfelernte und Keltern oder ein Backhausfest mit alten Gerichten. Auch einen akademischen Abend wird es geben, ob am 6. Dezember, dem Tag der Ersterwähnung, oder am letzten August-Wochenende zum ehemaligen Kirmestermin, steht allerdings noch nicht fest. In den kommenden Wochen soll zunächst die Themensammlung fortgesetzt werden. Die Bevölkerung ist eingeladen, sich daran zu beteiligen, ein entsprechendes Infoblatt soll noch verteilt werden. Vorrangig soll jedoch das zeitintensive Projekt „Chronik“ angegangen werden. Die Arbeitsgruppe suche noch weitere Mitstreiter, die einzelne Themen bearbeiten, Anekdoten aufschreiben und Bilder zusammentragen, betonte der Festausschussvorsitzende. Wer Lust hat, kann am Donnerstag, 8. Januar, um 20 Uhr, zu einem unverbindlichen Treffen der Arbeitsgruppe ins Backhaus kommen, wo es einen lockeren Austausch über die künftige Arbeit geben wird.

BUZ:

Sie haben überlegt, wie Selters seinen 700. Geburtstag feiern kann, und präsentieren neben der Urkunde mit der Ersterwähnung auch bereits ein neu entworfenes Logo für das Jubiläum (von links): Philip Zipp (Kyffhäuser Kameradschaft) sowie die Festausschussmitglieder, Bürgermeister Frank Schmidt, Norbert Gelbert, Burkhard Gath und Reiner Achtner. (Foto: Henche)